Kompetenznetz Public Health Covid-19 veröffentlicht Stellungnahme zum Thema Drittmittelförderung von Nicht-COVID-Projekten

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Auf Initiative des Kompetenznetzes Public Health COVID-19 appellieren neunzehn Fachgesellschaften aus Deutschland in einem offenen Brief an Förderinstitutionen und fordern, über kostenneutrale Laufzeitverlängerungen von drittmittelfinanzierten Nicht-Covid-19 Forschungsprojekten hinauszugehen und zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Ihre Forderungen stützen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter anderem mit folgenden Argumenten:

  1. Präventionsforschung ist während der Corona-Pandemie erschwert, weil Feldzugänge nur noch unter hohem Aufwand möglich sind. Zahlreiche präventive Maßnahmen wurden gänzlich eingestellt.
  2. Im ambulanten, stationären oder rehabilitativem Sektor sowie in der Pflege sind Datenerhebungen bei Patient:innen durch Schutzmaßnahmen erschwert beziehungsweise teilweise unmöglich.
  3. Bei vielen Erkrankungen, die nicht durch das Coronavirus hervorgerufen werden, wird nach der Schwere der Krankheit vorgegangen. So können in Hochinzidenzphasen nur noch schwer oder lebensbedrohlich Erkrankte operiert werden und entsprechend für Forschungsprojekte rekrutiert werden.
  4. Viele Forscherinnen und Forscher müssen ihre Projekte aufgeben oder pausieren, um sich der Kontrolle der Krise in ihren Versorgungsbereichen widmen zu können.
  5. Viele angehende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können ihre Master- und Bachelorarbeiten durch die Doppelbelastung in Beruf und Familie nicht abschließen.
  6. Auch Strukturen, die Ethik- und Datenschutzanträge bearbeiten, sind oftmals überlastet.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

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